Dialektik
Der Begriff Dialog hat eine lange Tradition. Seit dem Beginn der abendländischen Philosophie sind Dialoge nicht nur ein Stilmittel, um feststehende Positionen überzeugend vorzutragen, sondern sie sind ein Weg zur Erkenntnis von Wahrheit, die immer größer ist als das, was unserem Wissen unmittelbar zu Gebote steht. Wahrheit findet man nicht allein durch das Lesen der Autoritäten und das Erlernen ihrer Erkenntnisse, sondern in der Disputation, im Streitgespräch. Erst in der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Vorstellungen und Einwänden kann es gelingen, zum rechten Ergebnis zu gelangen. Rein schematisch kann Dialektik in diesem neueren Sinn vereinfachend als ein Diskurs beschrieben werden, in dem einer bestehenden Auffassung oder Überlieferung als These ein Aufzeigen von Problemen und Widersprüchen als Antithese gegenübergestellt wird, woraus sich eine Lösung oder ein neues Verständnis als Synthese ergibt.
Von der griechischen Wortwurzel „διά“ („diá“: „[hin-]durch“) und „λόγος“ („lógos“: „Wort“, „Sinn“, „Bedeutung“): Διάλογος („Dia-logos“) = „Fließen von Worten“. |
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